
Das Münchner Leitungswasser entspricht den gesetzlichen Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung. Die Stadtwerke München (SWM) versorgen die Stadt mit Quellwasser aus dem bayerischen Voralpenland — einer der reinsten Wasserquellen Deutschlands. Das Wasser enthält keine Zusatzstoffe wie Chlor.
Das zentrale Thema für Münchner Wohnprojekte ist der hohe natürliche Kalkgehalt: 13,9 bis 17,9°dH im offiziellen SWM-Bereich, in der Praxis — je nach Stadtbezirk, Versorgungszone und Jahreszeit — bis über 19°dH. Kalk ist täglich präsent und für Bewohner unmittelbar spürbar.
Kernaussage: Münchens Wasser ist von Natur aus sehr kalkreich — eine direkte Folge der alpinen Quellen. Bis zum Hahn durchläuft es ein teils jahrzehntealtes Stadtleitungsnetz.
| Parameter | Wert | Bewertung |
|---|---|---|
| Wasserquelle | 100% Quellwasser aus dem bayerischen Voralpenland | Hochwertige alpine Quelle |
| Chemische Zusätze | Keine — SWM setzt kein Chlor ein | Chlorfrei |
| Aufbereitung | UV-Behandlung; keine chemische Desinfektion | Schonend |
| Parameter | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Offizieller SWM-Bereich | 13,9 – 17,9 °dH | Hart bis sehr hart |
| Durchschnitt laut SWM | 15,6 °dH | Hart — Quelle: SWM Januar 2026 |
| Praxiswerte (je nach Bezirk, Jahreszeit) | 14 – über 19 °dH | Einer der höchsten Werte in Deutschland |
| Vergleich | Deutschlandweiter Durchschnitt: ca. 10–12 °dH | München deutlich über Durchschnitt |
Für Objektentwickler: München ist Deutschlands teuerster Wohnimmobilienmarkt. Bewohner, die Premiumpreise zahlen, erwarten täglich spürbar gutes Trinkwasser.
Entfernung: Umkehrosmose oder Ionentauscher. Umkehrosmose filtert direkt an der Entnahmestelle ohne Regenerationssalz und entfernt neben Kalk auch Schwermetalle, PFAS und Nitrate.
| Parameter | München | Bewertung |
|---|---|---|
| Chlor | Nicht verwendet — SWM setzt ausschließlich UV-Behandlung ein | Chlorfrei bestätigt |
| Sonstige Zusätze | Keine chemischen Desinfektionsmittel | Schonende Aufbereitung |
| Parameter | Wert | Grenzwert (EU 2026) |
|---|---|---|
| PFAS (Summe) im Trinkwasser München | Laut SWM „weit unter Grenzwert" | 0,1 µg/L (PFAS-20-Summe, ab Jan. 2026), 0,02 µg/L (PFAS-4-Summe, ab Jan. 2028), 0,5 µg/L (PFAS-Gesamtsumme, ab Jan. 2026) |
| BMW-Gelände Grundwasser (2020) | 2,00 µg/L (PFOS) | 20-fach über Schwellenwert (lokal, nicht im Trinkwassernetz) |
Entfernung: Umkehrosmose entfernt PFOS und PFOA zu über 99% — eine der effektivsten Methoden zur PFAS-Filterung im Trinkwasser.
Nitrate gelangen vor allem über landwirtschaftliche Düngung ins Grundwasser. München profitiert von den alpinen Quellen im Mangfalltal und Loisachtal, die deutlich weniger landwirtschaftlich geprägt sind als andere Regionen Bayerns.
| Parameter | Wert | Grenzwert TrinkwV |
|---|---|---|
| Nitrat im Münchner Trinkwasser | ~6,3 mg/L | 50 mg/L |
| Einordnung | 13% des Grenzwerts | — |
Entfernung: Umkehrosmose oder spezielle Anionentauscher.
Im Zweiten Weltkrieg wurden auf München schätzungsweise 330.000 Bomben und Granaten abgeworfen. Laut Schätzungen aus Luftbildauswertungen befinden sich noch mindestens 4.000 Blindgänger im Stadtgebiet. Diese verrosten langsam und können TNT und andere Sprengstoffderivate (nitroaromatische Verbindungen) ins Grundwasser abgeben — toxisch, karzinogen, mutagen.
Entfernung: TNT-Derivate und organische Schadstoffe (BTEX, PAK, Phenole, Cyanide) durch Aktivkohle-Adsorption und Umkehrosmose. Schwermetalle durch Umkehrosmose.
Das Münchner Trinkwasser ist im öffentlichen Netz frei von Schwermetallbelastungen. Die Stadtwerke München messen regelmäßig und veröffentlichen die Werte. Die Verantwortung der Wasserversorger endet an der Grundstücksgrenze. In Gebäuden, die vor 1973 errichtet wurden, können noch Bleirohre oder bleihaltige Lötstellen in der Hausinstallation vorhanden sein.
| Parameter | Wasserwerk | Verteilungsnetz | Hausleitungen |
|---|---|---|---|
| Blei (Pb) | <0,001 mg/L (SWM München) | Teils jahrzehntealte Infrastruktur | In Gebäuden vor 1973 möglich (Bleirohre, bleihaltige Lötstellen) |
| Kupfer (Cu) | <0,2 mg/L (SWM München) | Teils jahrzehntealte Infrastruktur | Neue Kupferrohre können initial Kupfer abgeben |
| Nickel (Ni) | <0,003 mg/L (SWM München) | Teils jahrzehntealte Infrastruktur | Aus vernickelten Armaturen möglich |
| Arsen (As) | <0,001 mg/L (SWM München) | Teils jahrzehntealte Infrastruktur | In sehr alten Leitungen möglich |
| Eisen / Rost | Unauffällig (SWM München) | Teils jahrzehntealte Infrastruktur (Grauguss, Stahl) | Alte verzinkte Stahlrohre können Rost abgeben |
| Grenzwert Blei (aktuell) | 0,01 mg/l (TrinkwV) | ||
| Grenzwert Blei (ab 12. Jan. 2028) | 0,005 mg/l (Verschärfung TrinkwV) | ||
| Erneuerungspflicht Bleirohre | — | — | Seit 12. Januar 2026 verpflichtend (TrinkwV 2023) |
Entfernung: Umkehrosmose (primär) entfernt Blei, Kupfer, Nickel und Arsen zu über 95%. Aktivkohle kann einige Schwermetalle adsorbieren.
Im öffentlichen Versorgungsnetz entspricht das Münchner Wasser den mikrobiologischen Anforderungen. In langen, alten Rohrsystemen — insbesondere bei Stagnation — können Keime und Bakterien auftreten.
Entfernung: UV-Desinfektion tötet Bakterien, Viren und Keime zuverlässig ab (99,99% bei korrekter Dosierung).
Hinweis: Dieser Bericht dient der Information. Alle Daten basieren auf offiziell veröffentlichten Quellen (Stand: Juni 2026). Trinkwasserqualität kann je nach Entnahmestelle, Bezirk und Jahreszeit variieren. dirconi übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit oder Aktualität der zitierten Quellen.